Talstraße 14
69493 Hirschberg
Tel. (06201) 590 652
E-Mail:
Öffnungszeiten: Do + Fr 9 - 18 Uhr · Sa 9 - 13 Uhr

Historie

Unsere Mühle wurde erstmals 1711 auf einem Nahrungszettel erwähnt und ist als Nebenmühle der Weidenmühle (heute Kunz-Mühle) entstanden. Zunächst mit einem Ölgang, dem bald ein Mahlgang hinzufügt wurde. Ursprünglich ein gemeinsamer Mühlenbetrieb, gingen beide Mühlen-Anwesen um ca. 1800 an unterschiedliche Mühlen. Die „Spitzer-Mühle“  ist die einzige der ganzen Umgebung, die im fränkischen Stil errichtet wurde: eine in sich abgeschlossene Hofanlage, die mit einem zweiflügeligen Holztor verschlossen ist.

Vor vielen Jahren gab es unter den Müller-Familien noch einen gewissen Wohlstand. Dies hing auch mit großem  landwirtschaftlichen Grundbesitz zusammen. Die wirtschaftlich gute Zeit der Müller im Allgemeinen endete am Ende des 18. Jahrhunderts. Schuld daran waren unter anderem die kriegerischen Wirren der Revolutionskriege, aber auch der Ausbau von großen Mühlen, was bei kleineren Betrieben zur Überschuldung führte. 

Die Talstraße, an der das Anwesen liegt, wurde erst viel später, 1886, erbaut.

Sicherlich die größte Attraktion in dem liebevoll restaurierten Anwesen ist das einzige aktive Mühlrad, das vom Apfelbach gespeist wird. Das leider verrottete ursprüngliche Holzrad wurde durch ein Wasserrad aus seewasserfestem Aluminium ersetzt. Dies führte anfangs zu Diskussionen, weil ein Alu-Rad nicht an eine historische Mühle gehöre. Bedenkt man jedoch die Tatsache, dass das neue Mühlrad innerhalb von kurzer Zeit durch die Wasserbelastung von einer Patina überzogen war und das Mühlrad eine erheblich längere Haltbarkeit gegenüber einem Holzrad aufweist, steht dies im klaren  Vorteil.

Das Rad hat einen Durchmesser  von 3,4 m und eine Breite von 1,25 m und der erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist.